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Xubuntu und PulseAudio

11. März 2010 von Christian Imhorst

In meinem Posting Das Hercules EC-800 und Xubuntu 3 habe ich mich noch gefragt, warum Audacious2 nicht mit dem PulseAudio-Plugin zusammenarbeitet, und man unter Einstellungen -> Audio (Strg + P) als aktives Ausgabe-Plugin ALSA wählen muss. Die Lösung liegt mal wieder irgendwie auf der Hand: PulseAudio ist unter Xubuntu nicht standardmäßig installiert. Die Installation von PulseAudio kann man aber im Terminal nachholen:

sudo apt-get install pulseaudio gstreamer0.10-pulseaudio pulseaudio-utils gnome-media

Wenn Gnome-Media zusätzlich installiert wird, hat man noch den Vorteil, dass ein neues Icon von PulseAudio im Benachrichtigungsfeld erscheint, mit dem die Lautstärke flexibler gesteuert werden kann. Das alte Lautsprecher-Icon von XFCE kann dann entfernt werden. In Audacious2 sollte man von ALSA wieder auf das PulseAusio-Plugin umgeschwenken.

Die kleinen schwarzen Popups rechts oben, auch notify-osd genannt, stören jetzt beim Lauter und Leiser stellen vor allem auf so kleinen Bildschirmen wie dem vom Hercules extrem. Wenn man sie so wie ich ins Jenseits schicken möchte, tippt man folgenden Befehl ins Terminal ein:

sudo mv /usr/share/dbus-1/services/org.freedesktop.Notifications.service /usr/share/dbus-1/services/org.freedesktop.Notifications.service.disabled

Nach dem nächsten Neustart sind sie dann verschwunden und bedecken nicht mehr den halben Bildschirm, wenn man etwas an der Lautstärke dreht.

Außerdem sollte man darauf achten, dass unter Einstellungen -> Audio (Strg + P) der Sampling Rate Converter nicht aktiv ist, da er sehr viel CPU verbraucht.

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Ubuntu auf einem HTC Touch Pro2

11. März 2010 von Christoph

Ich hatte vier Jahre lang Xda Neo mit Windows Mobile benutzt. Das Windows Mobile war so unbrauchbar, dass ich liebend gerne irgendein anderes OS auf das Gerät gepackt hätte, wenn es denn möglich gewesen wäre. Und nun? Ubuntu auf einem HTC Touch Pro2… Es gibt ein Video von dem Gerät, achtet mal auf die Desktop-Effekte. Bin ich blind, oder verschwinden Fenster nicht einfach, sondern gleiten nach unten? Läuft da Compiz?

Das Video erscheint auf Planeten und manchen Fead-Readern nicht. Bitte kommt in diesem Fall auf das Blog.

Wer das Nachspielen möchte, der kann im Forum von xda-developers.com vorbei sehen, dort findet man Informationen wie man das ganze zum Laufen bekommt.

Wobei man mit dem “Laufen” vorsichtig sein sollte. Weder WLAN, noch Sound, noch Energiesparfunktionen, noch… tun. Auch die Steuerung ist mehr als hackelig. Es ist also aktuell eher eine Fingerübung ein anderes OS auf so einem System überhaupt starten zu können. Nicht desto trotz, ich finde das beeindruckend.

(via pocketnow.com)

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Balsa, der vergessene Mail-Klient

11. März 2010 von Roman Hanhart

Es ist schon fast zwei Jahre her, als ich mich gefragt habe, weshalb der Gnome-Mail-Klient Balsa ein solch stiefmütterliches Dasein fristet; mindestens aus meiner Warte gesehen. Freilich, Thunderbird, Claws-Mail sowie Evolution und wohl auch noch weitere Programme leisten auch heute noch mehr und sind feiner konfigurierbar, aber Balsa holt auf. Ein Vorteil bei Balsa ist, dass er ohne viel Aufwand die lokale Maileinrichtung nutzen kann, trotzdem aber SMTP, POP3 und IMAP versteht.

Balsa nutzt mittlerweile die systemweite Benachrichtigung, wie sie unter Ubuntu häufig eingesetzt wird. Der Klient kann mit mehreren Konten problemlos umgehen und ermöglicht ausserdem verschiedene Identitäten. Auch zeigt das Programm HTML-Mails an und verschickt – vorausgesetzt, es ist alles richtig konfiguriert – keine HTML-Mails. Das gehört sich auch so und jeder einigermassen erwachsene Mailklient sollte vorzugsweise Nachrichten im Klartext versenden. Beim Balsa muss man dazu unter Bearbeiten / Einstellungen / Nachricht den Haken bei Klartext (text/plain) gegenüber HTML bevorzugen setzen und bei der betreffenden Identität unter Nachrichten den Wert Nachrichten als einfachen Text und HTML senden nicht aktivieren. Falls der Quelltext einer Nachricht angezeigt werden sollte, nutzt Balsa einen eigenen, kleinen Editor, der das Mail (bei uns hier heisst es tatsächlich das und nicht die Mail), der den Quelltext sauber darstellt. Beim Erstellen von Mails steht eine Rechtschreibprüfung für die üblichen Zonen der deutschen Sprache wie der Schweiz, Deutschland Österreich und so weiter zur Verfügung.

Es gibt ein gutes Filterwerk, bei der Bekämpfung von Spam-Mails soll der bogofilter oder SpamAssassin Abhilfe schaffen. Dazu kann eine Spam-Nachricht mit der rechten Maustaste markiert und der Kontextbefehl Leiten durch angewählt werden, worauf der Befehl sa-learn --spam (für SpamAssassin) ausgeführt werden sollte. Bei meiner Umgebung musste ich Spamassassin nachträglich installieren:

sudo apt-get install spamassassin

und bei der Konfigurationsdatei unter /etc/default/spamassassin den Wert ENABLED auf 1 setzen und anschliessend den Deamon starten:

sudo /etc/init.d/spamassassin start

Danach lernt Balsa zusammen mit dem Spamassassin artig, was gut und vor allem böse ist. Der Einsatz von GnuPG ist kein Problem. Das Adressbuch kann eine ldif-Datei anzapfen, ohne den Inhalt zuerst importieren zu müssen. Das finde ich eine gute Idee, vielleicht können das auch andere Programme und ich habe es nicht bemerkt.

Leider habe ich keinen Weg gefunden, mit den einzelnen Items eines Adressbuches einen Verteiler oder eine Liste zu erzeugen. Diese Option gibt es wohl noch immer nicht. Das Fehler dieser Funktion dürfte für viele Benutzer ein Kriterium sein, Balsa nicht zu nutzen.

Die Werkzeugleisten lassen sich recht einfach und schnell den Bedürfnissen anpassen, wobei ich die Option vermisse, dass die Symbole ohne Unterschrift angezeigt werden. So können die Werkzeugleisten vom Hauptfenster, Editor-Fenster und diejenige vom Nachrichtenfenster angepasst werden.

Ich erachte Balsa als eine recht gute und vor allem nicht alltägliche Alternative zu den üblichen Verdächtigen. Es mögen durchaus noch einige Funktionen fehlen, aber es ist aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt, dass Balsa derart im Hinterkämmerchen versteckt gehalten wird. Vielleicht wollen das die Entwickler, ich mag das aber nicht so recht glauben. Wahrscheinlich nimmt niemand Schaden, wenn das Programm etwas näher an das Rampenlicht gestellt wird.

Balsa kann über die Repositories von Ubuntu installiert werden. Das Paket heisst schlicht und ergreifend balsa. Aktuell befindet sich dort die Version 2.3.28 vom 18. Januar 2009. Auf der Website des Projekt gäbe es noch frischere Versionen, aktuell die 2.4.7 vom 13. Januar 2010. Ein Paketdepot für Ubuntu zu diesen neueren Versionen habe ich aber nicht gefunden; selbst wäre der Mann.

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Selbstbewußte Erwerbslose

10. März 2010 von frosch

Sind Erwerbslose/Erwerbsunfähige Opfer oder Störfaktoren? Das hängt von ihrem Selbstbewußtsein ab. Wer sich die Grundrechte nehmen läßt, also dem entspricht, was ARGE und faschistisches Repressionsamt (AKA „Sozialamt”) verlangen, der ist klar ein Opfer, weil er sich zu einem solchen machen läßt. Wer dagegen seine Rechte kennt und diese einfordert, der ist sofort ein Störfaktor.

Das merkt man auch schnell im Umgang mit den genannten Behörden. Es wäre fast lustig zu nennen, wie die Reaktionen auf so fürchterliche Begriffe wie „Rechte” oder gar „Grundrechte” ausfallen, wenn es nicht so traurig wäre. Bei solchen Wörtern kriegen die Herrschaften nervöse Zuckungen, gucken plötzlich weg, als sei man gar nicht vorhanden, oder machen das, was bei einem PC ein Reset wäre. Also kurz einen irritierten Gesichtsausdruck aufsetzen (Error!), dann weggucken (Reset), und nach ein paar Sekunden des Schweigens (Reboot) wieder von Pflichten faseln (weiter im Programm).

Das ist deshalb so traurig, weil sie damit jedesmal gegen ihren Amtseid aufs Grundgesetz verstoßen. Sie sind Meineider von Berufs wegen und haben nicht den Arsch in der Hose, dagegen aufzubegehren — aus lauter Angst, dann selbst bald auf der anderen Seite des Schreibtischs zu sitzen und sich ebenso die Grundrechte aberkennen lassen zu müssen, wie sie es mit ihren „Kunden” tun. Dann erniedrigt, belügt, betrügt und beleidigt man doch lieber die anderen, die gar keine Wahl haben.

Es sind genau diese „Störfaktoren”, über die die ganzen Sarrazins, Kochs, Westerwelles und Bildzeitungs-„Reporter” öffentlich und ungestraft hetzen. Sie hetzen über diejenigen, die sich ihrer Menschenwürde noch bewußt sind und die für sich Wege suchen, wenigstens einen Teil davon noch zu retten. Und weil das unweigerlich früher oder später mit einfachem Gesetzbruch verbunden ist, sind wir dann gleich Sozialschmarotzer, auf den der Staat mit aller Macht draufhauen muß.

Das paßt dann überhaupt nicht in das Bild vom armen, hilflosen Arbeitslosen, das offenbar auch die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl hier in Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (Youtube-Video), hat. Sie möchte den Unvermittelbaren „freiwillige”, öffentlich finanzierte Jobs anbieten. Freiwilligkeit ist hier aber ein Euphemismus: Wer hat denn eine echte Wahl, wenn der verfassungswidrig nach politischer Lust und Laune festgesetzte Regelsatz hinten und vorne nicht für ein menschenwürdiges Leben reicht?

Auch Frau Kraft kennt offenbar den § 1 SGB I nicht, der als Zweck der Sozialhilfe die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben definiert. Nicht nur das Überleben, nicht nur das Vegetieren, bis man vielleicht zufällig mal wieder für eine schlecht bezahlte Arbeit gebraucht werden könnte. Und auch nicht zu einem Minimum, oder so ein bißchen, oder unter Bedingungen oder vielleicht. Das steht da nicht. Das steht auch nicht in Art. 2 GG. Das mit dem „Minimum” ist eine Interpretation von Berufspolitikern, die sich selbst nie Gedanken darüber machen mußten und es wohl auch nie müssen, wie sie nächsten Monat Strom und Telefonkosten bezahlen, ohne hungern zu müssen, nur weil die Waschmaschine den Geist aufgegeben hat.

Ebenfalls unbekannt ist ihr offensichtlich, daß Menschenwürde in Deutschland als angeboren gilt und nicht als etwas, was man sich erst erarbeiten muß (oder darf, je nachdem).

In den Kommentaren finden sich auch diese Aussagen von Ozonia:

Ich will, daß mich dieser Staat in Ruhe läßt, falls es keine Arbeit gibt. Falls nicht, soll mich der Staat töten und mich nicht einfach nur an einer sinnlosen menschenunwürdigen Existenz lassen.

Dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen! Ich behaupte, das traut sich der Gesetzgeber nur deshalb nicht, weil das derzeit noch zu sehr nach Holocaust stinkt. Sonst würde man uns tatsächlich mindestens in Lager sperren! Nicht, daß alle anderen Zwangs- und Repressionsmaßnahmen gegen Erwerbslose/Erwerbsunfähige nicht faschistisch wären, aber dagegen schreien ja die Massenmedien nicht, im Gegenteil, die finden das cool.

Ozonia schreibt in einem weiteren Kommentar:

Es geht darum hinter dem gutmütigen Schein einfach einen staatlichen 2. Arbeitsmarkt einzurichten, der dafür sorgen wird, daß die Löhne, reale Arbeitsplätze und schlußendlich das gesamte Land gespalten wird. Schon mal überlegt, wer die Löhne? der “neuen Arbeit” bezahlt ? ? ?

Das Problem liegt nicht bei den Millionen Menschen, die es nicht in den “realen” Arbeitsmarkt schaffen. Das Problem liegt bei Arbeitgebern, Staatsangestellten und vor allen Dingen: Politikern wie Hannelore.

Eben. Ergebnis wäre, daß auf den öffentlich geförderten „Freiwilligen” wieder herumgehackt würde, weil für sie ja „Steuergelder verschwendet” würden (und nicht etwa für die „Rettung” von Banken, damit diese den Bankstern wieder Millionen-Boni ausbezahlen können, nein …).

Und wie die ARGEn „Freiwilligkeit” definieren, durfte ich ja im November selbst erleben. Da heißt es dann eben: Sie haben doch die freie Wahl, Sie können ja auch auf den Antrag verzichten. Klar, man hat die „freie” Wahl, auf seine Rechte zu verzichten oder zu verrecken. Wie war das, die Grundrechte sind unveräußerlich? Da hatte man bei der ARGE schon wieder so einen Reset-Effekt. Wie kann die nur.

Ich wünsche mir mehr selbstbewußte Erwerbslose/Erwerbsunfähige. Genauso wünsche ich mir aber auch Mitarbeiter bei den Sozialbehörden, die sich noch daran erinnern, welchen Zweck ihre Behörde eigentlich mal hatte, damit das faschistische Repressionsamt wieder zu einem Sozialamt wird und das Amt für Repression, Grundrechtsentzug und Erniedrigung wieder zu einer echten Hilfe für Erwerbslose. Und dann brauchen wir einen Gesetzgeber, der das Grundgesetz achtet. Derzeit haben wir das ja leider nicht.

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openPandora – der offene Spielehandheld

10. März 2010 von buergermeister

Wie ich im Kurzbericht über die Cebit geschrieben habe, hatten wir am Samstag die Gelegenheit einen Vortrag und ein Interview mit Michael Mrozek aus dem Entwicklerteam der Open Pandora zu machen. Beide Mitschnitte sind nun veröffentlicht. Hier geht es zum Vortragsmitschnitt über “Opensource auf Spielehandhelds” in dem es nicht nur um die Pandora geht, sondern auch um andere Spielehandhelds, die mit offenen Betriebssystemen funktionieren.  Michael war wirklich heiß umkämpft, nicht nur von Spielefans sondern auch von Journalisten. Aber wir hatten das Glück, dass er nach einem Interview im Pressezentrum nochmals zu uns gekommen ist und mit mir ein Ad-Hoc Interview geführt hat. Meine unsympatische Stimme ist also wieder einmal zu hören und zum Interview geht es hier.

Aber nun auch mal ein paar Dinge hier zur Pandora. Das ist wie bereits erwähnt ein community-driven entwickelter Spielehandheld, der derzeit leistungsstärkste auf dem Markt. Ich habe darauf wirklich jemanden Quake (was weiss ich für eine Version ich bin kein Zocker) flüssig darauf zocken sehen, aber auch ein komplettes Linux mit xfce lief darauf richtig zügig.

Hier einmal die Leistungsdaten:

* ARM® Cortex™-A8 600Mhz+ CPU mit Linux
* 430-MHz TMS320C64x+™ DSP Core
* PowerVR SGX OpenGL 2.0 ES kompatible 3D hardware
* 800×480 4.3″ 16.7 Millionen Farben Touchscreen LCD
* Wifi 802.11b/g & Hochgeschwindigkeits-USB Host
* Zwei SDHC Kartenslots & SVideo TV Ausgang
* Zwei analoge Controller und ein digitales DPad für Spiele
* 43 Tasten QWERTY und numerisches Keypad
* ca. 10+ Stunden Akkulaufzeit
* 256MB RAM und 512MB NAND-Speicher

Die Pandora ist wirklich ein kleiner PC, den Entwicklern ist hier genau das gelungen, was OpenMoko wohl vergeblich versucht hat.  Viele der Entwickler haben mit diesem Projekt Neuland betreten und so hat die Entwicklung zwar nur wenig Zeit in Anspruch genommen, aber die ersten Seriengeräte werden erst in nächster Zeit ausgeliefert. Auf den Seiten der Pandora kann man auch genau sehen, wann das sein wird und bekommt einen kleinen Einblick, welche Schritte doch so alle nötig sind. Alles in allem ein sehr interessantes Projekt und nach der Auslieferung der ersten Seriengeräte, wird es wohl auf jeden Fall eine weitere Bestellrunde geben.

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Mediathek für die DACH-TV-Sender

10. März 2010 von Roman Hanhart

Via Dirks Blog bin ich auf das Programm Mediathek gestossen. Damit lassen sich jene Inhalte, welche von den öffentlich-rechtlichen Sendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) stammen, durchsuchen. Konkret können damit aktuell folgende Sender und deren Archive (allerdings nur relativ zeitnah und volumenbegrenzt) verfolgt werden:

Die einzelnen Inhalte können dann per vlc angesehen oder gar per MPlayer lokal kopiert werden. Ich finde das eine ausserordentlich gute Sache, denn die Inhalte jener Sender sind oft qualitativ auf hohem Niveau und sie interessieren mich in einigen Sparten. Bloss stehe ich der Herausforderung gegenüber, dass ich mir gar nicht die Zeit nehmen kann, um alles zu sehen und studieren, was mich interessieren würde. Einmal mehr stehe ich vor der Wahl der Qual.

Installiert braucht die Software im eigentlich Sinne nicht zu werden. Man lädt sich das Archiv von SourceForge herunter, entpackt es an einem geeigneten Ort und kann es sogleich starten. Mediathek ist unter GPL lizenziert. Damit es läuft, braucht es eine Java-Installation. Ich nutze gern Sun-Java und brauche daher das unfreie Paket:

sudo apt-get install sun-java6-jre

Und wenn ich schon dabei bin, hole ich mir auch gleich noch das Plugin für den Browser, das braucht es aber für die Mediathek nicht:

sudo apt-get install sun-java6-plugin

Um die Inhalte abspielen zu können, sollte vlc installiert sein. Das freie Teil Software kriegt man auch aus den Quellen von Ubuntu:

sudo apt-get install vlc

Wer Inhalte lokal abspeichern möchte, sollte dazu noch den MPlayer installieren, den es ebenfalls aus den Repros gibt:

sudo apt-get install mplayer

Damit ist alles vorhanden, was es braucht. Gestartet wird die Mediathek über die Konsole oder über einen Anwendungsstarter:

Dazu muss man sich in dem Verzeichnis, in dem die Datei Mediathek.jar vom Download der Mediathek liegt, befinden und befiehlt dann:

java -jar Mediathek.jar

Und schon läuft das Teil. Zunächst sollte das Archiv heruntergeladenen werden (nur die Meta-Daten dazu) und dann würde ich die Pfade so einstellen, wie mir das passt. Ansonsten ist die Software weitgehend selbsterklärend. Im Archiv des Downloads liegt zudem eine PDF-Datei, in der die Bedienung in deutscher Sprache recht gut erklärt ist. Mediathek läuft auch unter Windows und dem Apfel.

Man kann sich damit auch Sendungen oder Podcasts abonnieren, so dass man jeweils auf dem Laufenden bleibt. Die Inhalte werden nach Sender und Kategorien abgelegt. Ebenso gibt es eine Suchfunktion. Wenn ich einmal ganz viel Zeit habe (darauf warte ich schon ewig), dann wühle ich mich so richtig in diese Datenbank hinein. Eine tolle Sache! Danke für den Tipp, Dirk.

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Vorzeichen zur Ubucon 2010 in Leipzig

9. März 2010 von Roman Hanhart

Es dauert ja noch ein halbes Jahr, bis die Ubucon 2010 in Leipzig ihre Tore öffnet. Denn sie beginnt am Freitag, den 15. Oktober und dauert bis zum Sonntag, den 17. Oktober 2010. Die grösste deutschsprachige Veranstaltung rund um die Gemeinschaft von Ubuntu findet in den Räumen der Universität zu Leipzig statt. Soeben ist der Call4Paper gestartet und jedermann ist aufgerufen, seine Ideen für die familiäre Veranstaltung mit einzubringen. Wer mit Sicherheit an der Ubucon teilnehmen wird, darf sich bereits im Wiki eintragen, mit ergänzenden Informationen zur Reise, Unterkunft und so weiter.

Ich durfte das letzte Jahr zum ersten Mal an der Ubucon dabei sein und es hat mir sehr gut gefallen. Ich genoss die Tage damals in Göttingen. Und so freue ich mich nicht nur auf die Ubucon im Herbst, sondern auch auf die Stadt Leipzig. Ich fahre zwar just an diesem Wochenende in diese Ecke Deutschlands, nämlich zum CLT, aber nach Leipzig komme ich nicht. Deswegen freue ich mich, im Herbst die schöne Stadt zu besuchen und fahre deswegen bereits einen Tag früher los.

Gerne werde ich wieder meinen Teil zur Veranstaltung beitragen und ein oder zwei Vorträge halten. Bis zum 15. August 2010 – also eine recht lange Zeitspanne – können Ideen und Vorschläge eingereicht werden. Die Details dazu sind hier auf der Website der Ubucon 2010 zu finden.

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ARGE, Teil 6

9. März 2010 von frosch

In der geänderten Eingliederungsvereinbarung vom 4. Februar hatte ich mich dazu verpflichtet, bis Ende Februar eine amtsärztliche Untersuchung zu beantragen. Warum der Antrag schon wieder von mir ausgehen muß, obwohl die Behörde ihn doch verlangt, muß ich nicht verstehen, aber OK. Da ich immer noch mit akuten Depressions-Wellen kämpfte, schob ich das vor mir her, und Ende Februar mußte ich ja auch noch eine Woche wegen Mandelentzündung daheim bleiben. Die AU hatte mir freundlicherweise jemand dort eingeworfen; ob sie bei der Akte ist, weiß ich nicht, bei der ARGE geht ja gern mal was verloren.

Gestern kam dann ein Briefchen der Sachbearbeiterin — natürlich nicht mit einer einfachen Erinnerung, nein, man mußte natürlich sofort mit Kürzung drohen. Dabei ist der Frau bekannt, daß ich krankheitsbedingt Schwierigkeiten habe. Zum Beispiel damit, Dinge vormittags zu erledigen. Und ich sollte den Antrag unbedingt persönlich bei ihr abgeben, aber das geht „natürlich” nur vormittags.

Heute habe ich den Antrag schließlich abgegeben. Als ich hörte, daß im Zimmer gesprochen wird, blieb ich erst einmal höflich davor sitzen. Wenigstens gibt es an der Stelle Sitzgelegenheiten, das ist bei der ARGE ja nicht selbstverständlich. Nach einer Stunde — es saß immer noch derselbe „Kunde” drin — wurde es mir zu doof, und ich ging nach kurzem Anklopfen rein. Die Bemerkung, daß man nicht gleich drohen müsse, sondern eine Erinnerung genügt hätte, konnte ich mir denn aber doch nicht verkneifen. Nein, meinte sie, das sei schon nötig, ich hätte mich ja schließlich im Eingliederungsvertrag verpflichtet.

Die verfassungswidrige Behörde hat offenbar auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts immer noch nicht kapiert, daß sie auf individuelle Umstände zu reagieren hat. Aber so kennt man sie ja: Immer schön die unbequemen Fakten ignorieren.

Vielleicht sollte ich ihr mal aufzählen, was die Düsseldorfer Repressionsbehörden in den letzten knapp 10 Jahren schon an Unterlagen von mir verloren gehen ließen, um nicht helfen zu müssen, und das, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, bei Bekanntwerden von Hilfsbedürftigkeit umgehend zu helfen. Und wieviele Anträge sie schon „vergessen” haben, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, sie binnen drei Wochen zu bearbeiten. Was das angeht, müssen diese Behörden nämlich mir gegenüber ganz gewaltig den Ball flachhalten.

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Einmal entwickeln – mehrfach anwenden

9. März 2010 von Roman Hanhart

Der reiche Kanton Zug gibt sich die Ehre und veröffentlicht seine Verwaltungssoftware iZug unter GPL der SIK für andere Behörden. Ein sehr wichtiger Schritt in der Schweiz, wo die freie Software in den Behörden noch nicht überall als echte Alternative gesehen wird. ProLinux weiss dazu:

iZug bietet ein WebCMS, einen Online-Schalter, einen virtuellen Arbeitsplatz, Arbeitsräume für interne und externe Zusammenarbeit sowie eine Aufgaben- und Terminverwaltung. Die Lösung ist im Kanton Zug seit Juni 2009 im Einsatz und wird täglich von 1500 Kantonmitarbeitern und über 400 externen Benutzern eingesetzt. Zu den besonderen Vorzügen zählen die Betreiber, dass das eGovernment-Portal, Extranet und Intranet auf demselben Erscheinungsbild und denselben Bedienungsformen beruhen.

Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit hat bekannt gegeben, dass Bund, Kantone und Gemeinden mit der neuen Lösung eine moderne Anwendung im Bereich der eGovernment- und Intranet-Portale lizenzfrei übernehmen und auf ihre Bedürfnisse anpassen können.

Als Basis dient das CMS-System plone, welches ebenfalls unter der GPL lizenziert ist. Bei ubuntuusers.de ist dazu zu lesen:

plone ist ein benutzerfreundliches CMS, das über sogenannte Produkte modular erweitert werden kann. Es basiert auf dem leistungsfähigen Python-Applikationsserver Zope. Das System zeichnet sich durch hohe Skalierbarkeit und eine aktive Open-Source Community aus.

Ich freue mich sehr für diese Entwicklung und hoffe, dass iZug nicht nur rege benutzt wird, sondern dass sich dadurch der Gedanke der freien und offenen Software in den Köpfen unserer Regierung und Verwaltung durchsetzen vermag.

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Zugangskontrolle für Eltern mit Gnome Nanny

8. März 2010 von Christoph

Auf ubuntuusers.de schlagen immer wieder Eltern auf, die den “Computer-Konsum” ihrer Kids in Grenzen weisen wollen. Bislang gibt es für Linux kaum benutzerfreundliche Programme über die man Zugangskontrollen zum Rechner wie auch zu Programmen bzw. dem Internet einrichten und Verwalten könnte. Bis auf timeoutd und Dansguardian gibt es wenig Initiativen Eltern mit Software zu unterstützen.

Aktuell gibt es jedoch mit Gnome Nanny und Timekpr zwei Programme, die das Thema neu aufrollen möchten. Während Timekpr nur die Zeit reglementieren kann, die ein Benutzer den Rechner verwenden darf, möchte Gnome Nanny die Thematik umfassend lösen. Mit der Nanny kann man folgendes Regeln…

  • Zeiträume (Von X bis Y Uhr)
  • Zeitdauern (X Stunden pro Tag)
  • Webbrowser (Von X bis Y Uhr, Z Stunden pro Tag)
  • Emailprogramme (Von X bis Y Uhr, Z Stunden pro Tag)
  • Chatprogramme (Von X bis Y Uhr, Z Stunden pro Tag)
  • Zugang zu Internetseiten nach Black und White-Lists

…allerdings – und das ist der Haken an der Sache – sind in der aktuellen Version 2.29.3 wohl noch viele Dinge nicht implementiert. Zwar funktionierte die zeitgesteuerte Zugangslimitierung zum Rechner gut, doch alle anderen Funktionen noch gar nicht.

Ich konnte in einem kurzen Test Firefox starten, obwohl der Benutzer zu diesem Zeitpunkt das gar nicht hätte tun dürfen und ich konnte Webseiten aufrufen, die eigentlich auf der Blacklist standen. “Fiesere” Dinge wie das Starten eines von mozilla.com heruntergeladenen Firefoxes habe ich erst gar nicht probiert.

Wer sich sein eigenes Bild machen möchte, der kann Gnome Nanny unter Ubuntu sehr leicht installieren. Das Projekt betreibt eine Launchpad-Seite inklusive einer PPA-Paketquelle aus der man das Programm für Ubuntu Jaunty, Karmic und Lucid installieren kann. Führt je nach von euch genutzer Ubuntu-Version die folgenden Befehle aus, um die Paketquelle zu eurem System hinzuzufügen…

Ubuntu Karmic Koala 9.10 und Lucid 10.04

$ sudo add-apt-repository ppa:nanny

Ubuntu Jaunty Jackalope 9.04

$ sudo bash -c "echo 'deb http://ppa.launchpad.net/nanny/ppa/ubuntu jaunty  main' >> /etc/apt/sources.list"
$ sudo apt-key adv  --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys 132D48BA

Anschließend könnt ihr Gnome Nanny über…

$ sudo apt-get update && sudo apt-get install nanny

…installieren. Nach der Installation findet Ihr das Programm im Menü unter “System -> Systemverwaltung -> Black Lists” bzw. “System -> Systemverwaltung -> Parental Control”. Die im Hintergrund laufenden Dienste starten automatisch.

Gnome Nanny unter Ubuntu Karmic

In Parental Control könnt Ihr pro Benutzerkonto Zeiträume festlegen, in denen sich der Account am System anmelden kann. Meldet sich ein Benutzer an dessen Konto reglementiert ist, dann bekommt dieser beim Einloggen über ein Hinweisfenster mitgeteilt, wie viel Zeit ihm heute noch verbleibt. Läuft die Zeit ab, so wird der Benutzer nach einer Warnung automatisch abgemeldet.

Wie eingangs gesagt, noch funktionieren die restlichen Features nicht. Auch sehe ich viele Schwachstellen (Browser von Hand installieren, Browser-Binary umbenennen und Rechner notfalls per Live-CD starten, Chats im Browser) Aber vielleicht reicht ja manch einem Elternteil schon die zeitliche Limitierung der Accounts für die Kids.

Aktuell hat das Ikhaya dazu aufgerufen sich an der Diskussion zum Thema Linux bzw. Ubuntu für Kinder zu beteiligen. Vielleicht finden sich ja so Leute, die diese Projekte voran bringen.

Geschrieben in GNU/Linux, Gnome, Jaunty, Karmic, Lucid, Zugangskontrolle | Kommentare deaktiviert

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